E-Action Learning: Was ist da im Gange?

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E-Action Learning: Was ist da im Gange?

Während es zum Online- und Netzwerk-Lernen (z. B. McConnell, 2000) und zur Forschung und Praxis des Face-to-Face Action Learning (F2F AL) (Pedler et al, 2005) eine immer umfangreichere Literatur gibt, steht zur virtuellen Variante nur wenig oder anekdotisches Material zur Verfügung. Mit der Entwicklung von Kommunikationstechnologien, wie kollaborativer Software (Groupware) oder Videokonferenzen, und der Veränderung von Lern- und Arbeitspraktiken durch das Internet könnte sich das E-Action Learning oder Virtual Action Learning (VAL) jedoch als natürliches Nachfolgemodell des konventionellen Action Learning (AL) erweisen.

In dieser Arbeit werden vorläufige Ergebnisse eines noch laufenden Forschungsprojekts an der Henley Business School präsentiert, das darauf abzielt, die gegenwärtige Praxis zu erforschen und die entscheidenden Faktoren für die Ermöglichung dieser im Aufkommen begriffenen Form des Action Learning zu identifizieren.

Zu Beginn der Untersuchung im Oktober 2006 schien die Leistungsfähigkeit der vorhandenen Technologien für VAL sehr begrenzt und legte ein einfaches Sechs-Typen-Modell für VAL nahe. In weniger als zwei Jahren hat es jedoch sowohl hinsichtlich der technologischen Entwicklung als auch hinsichtlich der Nutzungsgrade beträchtliche Fortschritte gegeben. Was umständlich war, wird zugänglicher und — obwohl höher entwickelt — auch anwenderfreundlicher und bietet im zunehmenden Maße gangbare Alternativen zur F2F-Zusammenarbeit.

Trotz dieser technologischen Fortschritte — mit mehr Beispielen laufender praktischer VAL-Projekte als wir gedacht hatten — erweisen sich allerdings auch einfache Technologien wie E-Mail oder Audiokonferenzen als erfolgreich.

VAL entpuppt sich als selbständige Variante des aktionsbasierten Lernens mit eigenen Stärken und Schwächen. Die Praktiker der unterschiedlichen VAL-Ansätze schreiben dieser Art des AL häufig diverse potenzielle Vorteile zu. Ebenso wie VAL nicht unbedingt mit F2F AL verglichen werden sollte, sollte man sich hüten, zu behaupten, eine der Varianten sei notwendigerweise besser als irgendeine andere, selbst wenn die Kommunikationsmöglichkeiten eingeschränkt scheinen. Die Meinungen gehen auseinander, ob VAL ein Ersatz für F2F AL ist oder ob es Vorteile bietet, die dazu führen könnten, dass es allgemein den Vorzug vor F2F AL erhält. Die Argumentation bedarf weiterer Forschung und Erkundung.

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