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Auf dem Weg zu Persönlichen Lernumgebungen: sieben entscheidende Aspekte

04 Juli 2008
Die Praxis des Lernens und Lehrens ist nicht vorbestimmt, steht aber immer im Bezug zu den im Prozess verwendeten Werkzeugen und Systemen. Die Entwicklung und der zunehmende Erfolg sozialer Software-Anwendungen, wie Weblogs, Wikis und so genannter Persönlicher Lernumgebungen (PLE) verändert, ermöglicht und fordert das Lernen mit Hilfe des Internets.
Den PLE ist, vor allem im Gegensatz zu traditionellen Lernmanagementsystemen (LMS), bedeutende Aufmerksamkeit gewidmet worden, und sie sind in Begriff, das Paradigma von Lernen und Lehren zu verändern. Diese Arbeit soll zu einem besseren Verständnis der Konzepte, die den beiden Ansätzen zu Grunde liegen, beitragen und andererseits die Folgen und Herausforderungen der PLE und ihrer zunehmenden Nutzung für das Lernen unterstreichen.

Wir haben sieben Aspekte identifiziert, in denen diese Veränderungen am auffälligsten und/oder wichtigsten sind. Zusammengefasst führt das Lernen in PLE zu Veränderungen hinsichtlich: (1) der Rolle der Lerner als aktive, selbstgesteuerte Schöpfer von Inhalten, (2) der Personalisierung mit Unterstützung und Daten von Gemeinschaftsmitgliedern, (3) den Lerninhalten als grenzenlosem „Basar“, (4) der wichtigen Rolle der sozialen Einbindung, (5) des Besitzes der Lernerdaten, (6) der Bedeutung des selbst organisierten Lernens für die Kultur der Bildungseinrichtungen und –organisationen und (7) der technologischen Aspekte der Nutzung von Social-Software-Tools und der Zusammenführung vielfacher Quellen.

Die große Anzahl von Tools zur Unterstützung der Zusammenarbeit über das Internet zeugt davon, dass PLE und Social-Software-Tools kein Strohfeuer sind, sondern zu einer neuen Auffassung vom Lernen führen und als Maßstab für nachhaltige Kompetenzentwicklung dienen können. Trotzdem müssen die bestehenden Ansätze und Ideen für PLE weiter entwickelt und ausgearbeitet werden. In der Debatte über die damit zusammenhängenden Übergänge von LMS zu PLE und ihre Herausforderungen, könnte diese Arbeit Lernern, Lehrkräften und Bildungseinrichtungen als Grundlage für ihre Entscheidungen bezüglich des technologischen Konzepts von PLE auf allgemeiner Ebene oder unter Berücksichtigung ihrer pädagogischen Auswirkungen dienen.
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Soziale Software und die Etablierung virtueller „Communities of Practice” in der Tourismusbranche

26 September 2007
Das Konzept der „Communities of Practice” kann als ein zentrales Modell zur Unterstützung informeller Lernprozesse vor allem in Arbeitsumgebungen betrachtet werden. Ausgehend von der Annahme, dass Social-Software-Tools und –Modelle gut geeignet sind, eine Zusammenarbeit in virtuellen Netzwerken zu unterstützen, wird in dieser Arbeit versucht, die Erfahrungen darzustellen und zu analysieren, die in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der europäischen Tourismusbranche (unter Anwendung von Social-Software-Tools) bei der Einrichtung virtueller „Communities of Practice” gemacht wurden.
KMU können als das Rückgrat des regionalen Wohlstands und der regionalen Beschäftigung in Europa gelten, und die berufliche Weiterbildung der Beschäftigten wird oft als Voraussetzung für die Entwicklung von Innovationen und den Wettbewerb mit anderen Unternehmen gesehen. Kleine Unternehmen sind jedoch häufig nicht in der Lage, dem Lernbedarf ihrer Beschäftigten durch die eigenständige Entwicklung oder die Finanzierung formeller Bildungsmaßnahmen gerecht zu werden. Neue Ansätze zum IKT-basiertem Lernen umfassen eine Mischung aus Lernen und Arbeiten, die zum Konzept des Lernens am Arbeitsplatz führt. Derartige informelle Lernprozesse innerhalb von Organisationen zielen auf das Lernen anhand konkreter Probleme ab.

Die Ergebnisse der im Rahmen des Leonardo-da-Vinci-Projekts Work&Learn Together (WLT) durchgeführten empirischen Untersuchung zeigen, dass soziale Software durchaus geeignet ist, Kommunikationsprozesse in „Communities of Practice” zu erleichtern und zu unterstützen. Diese Werkzeuge sind jedoch häufig nur als ergänzender Kommunikationskanal anzusehen. Die Idee, in der Tourismusbranche rein virtuelle „Communities of Practice” zu etablieren, erwies sich in der Praxis als schwieriges Unterfangen. Das Konkurrenzdenken in der Branche stellte sich nämlich als viel stärker heraus als das konkrete Bedürfnis nach kollaborativem Lernen.

Dennoch wurden in der Tourismusbranche diverse Bereiche identifiziert, in denen virtuelle „Communities of Practice” eingerichtet werden könnten, um bestehende Kommunikations- und Lernstrukturen zu unterstützen oder den Bedürfnissen der Lernenden zu entsprechen. Eine Hauptmotivation für die Einführung virtueller „Communities of Practice” – gerade in KMU – ist die Tatsache, dass es einen Bedarf für Werkzeuge gibt, die es ermöglichen, während der Arbeitszeit und am Arbeitsplatz zu lernen. Auf diese Weise kann die Teilnahme an formellen Schulungsmaßnahmen, die für Beschäftigte in ländlichen Regionen oft komplizierte Anreisen zu den Bildungsstätten bedeuten, vermieden werden.
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Persönliche Lernumgebungen - die Zukunft des e-Learning?

15 Januar 2007
Diese Arbeit beschäftigt sich mit einigen der Ideen, die der persönlichen Lernumgebung (PLE) zu Grunde liegen, und mit der Frage, warum PLE für das Lernen in der Zukunft nützlich oder gar wesentlich sein könnten. Dies ist nicht so sehr eine technische als eine pädagogische Frage, auch wenn die im Wandel begriffenen Technologien die Haupttriebkräfte hinter den Veränderungen im Bildungssektor sind.

Die Arbeit betrachtet zunächst das sich verändernde Antlitz der Bildung und beschäftigt sich dann mit den verschiedenen Formen, in denen die so genannte „Netzgeneration“ Technologie zum Lernen einsetzt.

Dann werden einige Aspekte des Veränderungsdrucks in den gegenwärtigen Bildungssystemen unter die Lupe genommen. Die Idee von der persönlichen Lernumgebung anerkennt, dass Lernen ein kontinuierlicher Prozess ist, und bemüht sich um die Bereitstellung von Instrumenten, die dieses Lernen unterstützen. Außerdem anerkennt es die Rolle des Individuums bei der Organisation des eigenen Lernens. Darüber hinaus gründet der Druck auf eine PLE auf der Annahme, dass das Lernen in verschiedenen Kontexten und Situationen stattfindet und nicht von einem einzigen Lerndienstleister besorgt werden wird. Damit verbunden ist eine zunehmende Würdigung der Bedeutung informellen Lernens.

Die Arbeit geht des Weiteren auf den technologischen Wandel, vor allem die Rechnerallgegenwart (Ubiquitous Computing) und die Entwicklung sozialer Software, ein.

Der Autor ist der Ansicht, dass wir bemerken werden, dass ältere Lernformen, der Klassenraum oder die Universität, nicht einfach in Software eingebettet reproduziert werden können. Stattdessen müssen wir unseren Blick auf die neuen Lernoptionen richten, die die aufkommenden Technologien bieten.

Soziale Software bietet die Chance, die Kluft zwischen Produzenten und Konsumenten zu verringern. Die Konsumenten werden, indem sie schaffen und teilen, selbst zu Produzenten. Ein Aspekt ist das Potenzial für eine neue Ökologie „offener“ Inhalte, Bücher, Lern- und Multimediamaterialien, das sich ergibt, wenn Lerner selbst zu Produzenten von Lernmaterialien werden.

Soziale Software hat bereits zur weit verbreiteten Einführung von Lerner-Portfolios geführt, die Lerninhalte aus verschiedenen Kontexten und Quellen umfassen und eine kontinuierliche Dokumentation des lebenslangen Lernens bieten, die verschiedene Ausdrucksformen annehmen kann.

Die Arbeit erörtert die Entwicklung persönlicher Lernumgebungen durch die Verbindung verschiedener Dienstleistungen.

Der letzte Abschnitt beschreibt Beispiele aus der Praxis, die zeigen, wie PLE in der Zukunft eingesetzt werden könnten.