Abschlüsse für offenes Lernen?

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Hochschule
Abschlüsse für offenes Lernen?

Offene Bildungsressourcen (Open Educational Resources, OER) können in Bezug auf die im modernen Bildungssystem spürbare Grundspannung analysiert werden, indem man die pädagogische Funktion mit dem Auswahlprozess kontrastiert.

Einerseits erwarten wir vom Wissen, dass es schon um seiner selbst willen offen ist; andererseits wollen wir es als Mittel zur Entwicklung unserer persönlichen Karriere einsetzen. Die frei im Internet zugänglichen OER fallen in den Bereich der Bildungsfunktionalität und ermöglichen Lernprozesse außerhalb der von Auswahlverfahren wie akademischen Graden und Abschlüssen charakterisierten formalen Strukturen. Allerdings fehlt ihnen eine assoziierte Dienstleistungsindustrie (z. B. Open-Source-Software-Lieferanten), die ihre Nutzbarkeit verbessern und zur Entwicklung ihrer gesamtwirtschaftlichen Bedeutung beitragen könnte.

Der Artikel untersucht die Möglichkeit, mit der Auswahlfunktion im Zusammenhang stehende, marktfähige Dienstleistungen zu finden, und schlägt vor, Einrichtungen, die akademische Abschlüsse bieten, könnten für durch offenes Lernen erworbene Kompetenzen Leistungspunkte an die Lerner vergeben und so, anders ausgedrückt, das Verfahren re-formalisieren. Eines solche Anerkennung wäre ein Vorteil, da sie den Zugang zu besseren Karrieremöglichkeiten erleichtern würde; somit könnte diese Dienstleistung auch zu einem mehr oder weniger kosteneffizienten Preis angeboten werden. Verschiedene aktuelle Entwicklungen, wie die französische validation des acquis de l’expérience, zeigen, dass es sich um ein realistisches Szenario handelt.

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